Annette Barthelt-Stiftung e.V.

Zum Gedenken an die Terroropfer von Djibouti, Annette Barthelt, Daniel Reinschmidt, Marco Buchalla und Hans-Wilhelm Halbeisen

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Annette  Barthelt Marco Buchalla Hans-Wilhelm Halbeisen Daniel Reinschmidt
Annette Barthelt Marco Buchalla Hans-Wilhelm Halbeisen Daniel Reinschmidt

 Die Opfer
 

Annette Barthelt, geboren am 3. Oktober 1963 in Bonn, war die jüngste unter den getöteten Studenten. Nach bestandenem Vordiplom an der Universität Bonn setzte sie 1985 ihr Studium in Kiel mit dem Hauptfach Fischereibiologie und den Nebenfächern Zoologie und Ozeanographie fort. Annette Barthelt fiel den akademischen Lehrern durch ihre starke menschliche Ausstrahlung, Lebensfreude und große Aufmerksamkeit in ihrem Studienfach auf. Während einer ersten größeren Forschungsfahrt gewann sie Freude an Fragestellungen der seegehenden Meeresforschung und bewarb sich daher um die Teilnahme an der Meteor-Expedition in die Arabische See. Auf dieser mehrmonatigen Reise beabsichtigte Annette Barthelt, Proben für ihre anstehende Diplomarbeit zur Verteilung von Zooplankton als Nahrungsgrundlage von Fischlarven zu gewinnen. Annette Barthelt stand am Anfang ihrer wissenschaftlichen Laufbahn, und es war bereits deutlich, dass sie dabei Erfolge und Genugtuung hätte finden können.

Marco Buchalla, geboren am 27. November 1959 in Frankfurt, verbrachte einen Teil seiner Jugend im Nahen Osten. Er gehörte zu den wenigen deutschen Studenten, die sich in der arabischen Sprache verständigen konnten. Eines seiner Ziele war, dies später als Fischereibiologe beruflich zu nutzen. Nach dem Vordiplom in München bot ihm der Deutsche Akademische Austauschdienst ein Studienjahr in Kapstadt an, das Marco Buchalla mit großer Intensität nutzte. Nach Erwerb des Bachelors of Science wechselte Marco Buchalla 1983 an die Universität Kiel und fertigte 1985 seine Semesterarbeit während eines Ferienkurses an der "Bermuda Biological Station" an. Die anregende Kooperation mit ihm war für alle Arbeitskollegen ein Gewinn. 1986 legte Marco Buchalla sein mündliches Diplomexamen mit Fischereibiologie im Hauptfach sowie Zoologie und Informatik im Nebenfach ab, ausnahmslos mit sehr gutem Erfolg. Während der Meteor-Expedition plante Marco Buchalla ein neues, technisch kompliziertes meereskundliches Messinstrument einzusetzen, mit dem die Größenverteilung von Planktonor Planktonorganismen in situ kleinskalig erfasst werden kann.

Hans-Wilhelm Halbeisen, geboren am 19. Dezember 1953 in Bamberg, studierte ebenfalls in Kiel Fischereibiologie im Hauptfach und den Nebenfächern Zoologie und Physik. Bevor er selbständig wissenschaftlich zu arbeiten begann, nutze er mehrmals die Gelegenheit, an Reisen des Fischereiforschungsschiffes Anton Dohrn in die Irische See teilzunehmen. Im Rahmen seiner Diplomarbeit erstellte er 1982 mit großem zeichnerischen Talent den ersten Bestimmungsschlüssel für Fischlarven der Irischen See. Dadurch wurde er in Deutschland zu einem der wenigen Experten für die Taxonomie dieser Organismen. Seine Kenntnisse hat er durch aktive Hilfe in Praktika vielfach an andere weitergegeben. Während seiner Doktorarbeit untersuchte er mit einem neu entwickelten biologischen Meßsystem die Ursache für unterschiedliche Verteilungsmuster des Planktons in der Irischen See. Hans-Wilhelm Halbeisen gelang es, das Gerät weiter zu modifizieren, und er beabsichtigte, einen neuen Prototyp des Instrumentesystems auf der Meteor-Expedition einzusetzen. Hans-Wilhelm Halbeisen war ein optimistischer und in seinem Inneren fröhlicher Mensch, mit festen Vorstellungen, was er für sich und andere als wichtig erachtete.

Daniel Reinschmidt, geboren am 5. November 1959 bei Frankfurt/Main, ging nach abgeschlossenem Vordiplom der Biologie im Jahre 1983 an die Universität Brest, um sich dort erstmals dem meereskundlichen Studium zu widmen. Die letzen Jahre seines Studiums verbrachte er an der Universität Kiel. Er fiel den Dozenten der Fischereibiologie schnell durch seine große technische Begabung und Bereitschaft auf, neue Methoden, in die er sich selbständig einarbeitete, bei der Bearbeitung wissenschaftlicher Fragestellungen anzuwenden. Auch Daniel Reinschmidt nahm während des Hauptstudiums mehrfach an biologisch-meereskundlichen Forschungsreisen teil. Er wurde aufgrund seiner frühzeitig erworbenen Fachkenntnisse bereits von englischen Arbeitskollegen auf eine Forschungsfahrt in die Keltische See eingeladen. Zusammen mit seiner Freundin Annette Barthelt beabsichtigte er, die Meteor-Expedition für seine Diplomarbeit zu nutzen. Die beiden jungen Studenten wollten nach dem Diplom mit Freunden und Kollegen in Frankreich ein Aquakulturunternehmen gründen und ihre wissenschaftlichen Fähigkeiten zur Lösung der dabei auftretenden Probleme nutzen.

 

 

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